Die Schweiz lieben heisst, sie auch zu schützen.
Bei Waldbrandgefahrstufe 5 verbietet der Kanton der Bevölkerung jedes Feuer im Freien – bis hin zum Einweggrill und zu privaten Wunderkerzen. Dies ist ordnungspolitisch sinnvoll und vom Kanton auch so beschlossen worden. Die Brandkatastrophe in ganz Europa und vereinzelte Brände auch in der Schweiz unterstreichen die Notwendigkeit dieser Massnahme und die Bevölkerung teilt die Sorgen der Regierung.
Überraschenderweise hält der Kanton jedoch an den bewilligten Grossfeuerwerken der Bundesfeier sowohl auf dem Rhein als auch auf dem Bruderholz fest. Die GLP fordert den Regierungsrat auf, sich an der Gemeinde Riehen sowie an vielen anderen Kantonen, Städten und Gemeinden ein Vorbild zu nehmen und die traditionellen Feuerwerke künftig durch hitzefreie Alternativen zu ersetzen sowie auf die diesjährigen Feuerwerke zu verzichten.
Die Kantonspolizei Basel-Stadt teilte der Bevölkerung am 23. Juli aufgrund der anhaltenden Trockenheit ein absolutes Feuerentfachungs- und Feuerwerksverbot mit und erhöhte die Waldbrandgefahr auf die höchste Stufe 5 («sehr gross»). Jegliches Feuerwerk ist im gesamten Kantonsgebiet BS verboten, ausdrücklich auch für die Bundesfeierlichkeiten am 31. Juli und 1. August.
Dennoch hält der Kanton an seinen eigenen beiden Feuerwerken auf dem Rhein und auf dem Bruderholz fest. Diese Ungleichbehandlung ist unverständlich, da Feuer bekanntlich keinen Unterschied zwischen den Verursachern macht.
Ein Zweiklassen-Feuerwerk untergräbt die Akzeptanz der Brandschutzmassnahmen und damit auch jene Disziplin, die wir als Gesellschaft in den kommenden Wochen von unserer Bevölkerung erwarten und verlangen.
Dass es anders geht, zeigt die Basler Gemeinde Riehen, welche aus Sicherheitsgründen auf ein Höhenfeuer verzichtet und stattdessen kaltsprühende Pyrotechnik auf der Bühne verwendet. Viele andere Gemeinden haben längst auf Lichtshows und Drohnenformationen umgestellt.
Aus diesem Grund fordert die GLP-Basel-Stadt den Regierungsrat auf, das Feuerentfachungs- und Feuerwerksverbot konsequent umzusetzen und die Ausnahmebewilligungen, auch für seine eigenen Feiern, zu widerrufen. Dies hätte von Anfang an erfolgen sollen, um den Veranstaltern die Gelegenheit für ein Alternativprogramm zu bieten.
«Es geht nicht darum, der Bevölkerung die Bundesfeier zu nehmen», sagt Einwohnerrat und Parteipräsident Serge Meyer. «Riehen beweist mit seinem festlichen 1. August, dass Feiern und patriotische Besinnlichkeit auch ohne unnötige Gefahr und Ungleichbehandlung möglich sind.»
Wir wünschen der Schweiz und ihrer Bevölkerung einen wunderschönen, besinnlichen und unfallfreien 1. August.
Kontakt:
Serge Meyer, Präsident GLP Basel-Stadt serge.meyer@grunliberale.ch