GLP setzt bei der Berufsbildung doppelt an: mehr direkte Einstiege in die Lehre, bessere Bedingungen für Ausbildungsbetriebe

Medienmitteilung

GLP setzt bei der Berufsbildung doppelt an: mehr direkte Einstiege in die Lehre, bessere Bedingungen für Ausbildungsbetriebe

In Basel-Stadt treten aus dem A-Zug nur rund vier von zehn Jugendlichen direkt in eine Berufslehre ein – fast die Hälfte besuchen zuerst ein Brückenangebot. Die GLP will dieses Potenzial konsequenter ausschöpfen und gleichzeitig den Ausbildungsbetrieben und Berufsbildner:innen den Rücken stärken, die Lernende begleiten. GLP-Grossrätin Sandra Bothe-Wenk reichte dazu zwei Anzüge ein, die von sämtlichen Mitgliedern der Bildungs- und Kulturkommission (BKK) mitunterzeichnet wurden.


Mehr direkte Übertritte in die Berufsbildung

Der aktuelle Lehrstellenbericht zeigt, dass insbesondere beim Übergang aus dem A-Zug Potenzial besteht: Rund 40 Prozent der Jugendlichen treten direkt in die Berufsbildung ein, während 49 Prozent ein Brückenangebot besuchen. Die GLP verlangt mit dem ersten Anzug deshalb eine Prüfung, wie der direkte Einstieg in eine zweijährige berufliche Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) oder eine dreijährige berufliche Grundbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) vor der Zuweisung in ein Brückenangebot konsequenter ausgeschöpft werden kann. Auch die Rolle der EBA-Ausbildungen und die Gewinnung zusätzlicher Ausbildungsbetriebe sollen dabei berücksichtigt werden.

Brückenangebote bleiben aus Sicht der GLP wichtig für Jugendliche, die zusätzliche Vorbereitung benötigen. Wo die Voraussetzungen für eine Berufslehre jedoch vorhanden sind, soll der direkte Einstieg gelingen.


Berufsbildner:innen und Ausbildungsbetriebe stärken

Mit dem zweiten Anzug richtet die GLP den Blick auf die Ausbildungsbetriebe und Berufsbildner:innen. Sie vermitteln nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern begleiten Jugendliche während einer wichtigen Lebensphase. Der vom Erziehungsdepartement Basel-Stadt in Auftrag gegebene Bericht der Eidgenössischen Hochschule für Berufsbildung (EHB) nennt die Stärkung der Berufsbildner:innen und des betrieblichen Lernorts ausdrücklich als Handlungsfeld. Auch eine schweizweite WorkMed-Studie mit rund 45’000 Lernenden unterstreicht die Schlüsselrolle einer guten Begleitung im Lehrbetrieb.

Die GLP will deshalb die bestehenden Weiterbildungs- und Unterstützungsangebote für Berufsbildner:innen sowie die inhaltliche Weiterentwicklung des obligatorischen 40-stündigen Basiskurses geprüft haben. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie insbesondere kleinere Ausbildungsbetriebe administrativ und organisatorisch entlastet werden können. Zusätzliche Anforderungen sollen nicht zu neuen Hürden für Betriebe werden, die Lernende ausbilden wollen.

«Der direkte Weg in die Berufslehre muss häufiger gelingen. Dafür brauchen wir Berufsbildner:innen, die für ihre anspruchsvolle Aufgabe gute Rahmenbedingungen haben.» sagt Sandra Bothe-Wenk, Grossrätin GLP

Breite Unterstützung in der Kommission

Mit dem Masterplan Berufsbildung hat das Erziehungsdepartement bereits verschiedene Massnahmen zur Stärkung der Berufsbildung angestossen. Die GLP knüpft mit den beiden Anzügen bewusst an diese Arbeiten sowie an die Erkenntnisse aus dem Lehrstellenbericht und dem EHB-Bericht an und will einzelne Punkte gezielt weiterführen. Dass sämtliche Mitglieder der BKK beide Vorstösse mitunterzeichneten, zeigt die breite politische Unterstützung für diese Anliegen.

Kontakt

Sandra Bothe-Wenk, Grossrätin GLP Basel-Stadt,

079 406 00 59, s.bothe@sunrise.ch